Im Gespräch: Kammer der Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten

Die Kammer der Ziviltechniker:innen für Steiermark und Kärnten ist Hauptsponsor des Balls der Technik 2026. Wir haben Kammerpräsident Gustav Spener zum Gespräch gebeten.
Bildcredit: Rodarich
Bildcredit: Rodarich

Warum engagiert sich die Kammer der Ziviltechniker:innen für Kärnten und Steiermark als Hauptsponsor des Balls der Technik?

Als Kammer engagieren wir uns, weil der Ball der Technik sichtbar macht, welchen Beitrag Architekt:innen und Zivilingenieur:innen zur Entwicklung unseres Lebensumfelds leisten. Technik ist keine abstrakte Disziplin, sondern Grundlage für Sicherheit, Qualität und nachhaltige Entscheidungen im Bauwesen sowie für die zukunftsfähige Gestaltung unserer Lebensräume. Der Ball bringt Generationen zusammen – Studierende, Lehrende und Berufsträger:innen – und schafft Raum für Austausch, Vernetzung und Wertschätzung technischer Kompetenz.

Wie kooperiert die Kammer mit Hochschulen?

Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen beginnt beim fachlichen Austausch zu Curricula und Ausbildungsinhalten. Sie umfasst gemeinsame Projekte, Veranstaltungen, Fortbildungsangebote sowie die Präsenz der Kammer als Ansprechpartnerin für Studierende. Ziel ist es, neben technischem Wissen auch ein realistisches Bild der Berufspraxis zu vermitteln und eine Wertehaltung zu stärken, die geeignet ist, den großen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Welchen Rat geben Sie Studierenden der Architektur und Bauingenieurswissenschaften mit auf den Weg?

Nutzen Sie das Studium, um sich fundiertes und breit gefächertes Fachwissen anzueignen – auch über Methoden und Werkzeuge hinaus. Architektur und Bauingenieurwesen verlangen die Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken und fundierte Entscheidungen zu treffen. Fachliche Exzellenz ist wichtig – ebenso wichtig sind Haltung, Integrität und der Mut, Veränderungen mit Qualität einzufordern.
Technische Berufe sind anspruchsvoll, aber in hohem Maße sinnstiftend. Wer Lebensräume gestaltet, übernimmt Verantwortung gegenüber der Gesellschaft – oft über Jahrzehnte hinweg. Diese langfristige Perspektive ist gerade in sich schnell verändernden Zeiten eine große Stärke des Berufs.

Welche Zukunftsthemen sehen Sie für Architektur und Bauingenieurswissenschaften?

Architektur und Bauingenieurwesen stehen an einem Wendepunkt. Klimawandel, Energiewende, Ressourcenschonung und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Bestand stellen neue Anforderungen an Planung und Umsetzung. Gleichzeitig gewinnen Digitalisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter an Bedeutung.
Gefragt sind Techniker:innen, die fachlich kompetent, unabhängig und mit Augenmaß handeln. Zukunft entsteht nicht durch abstrakte Schlagworte, sondern durch fundierte Entscheidungen, die ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte zusammenführen. Genau hier liegt die besondere Stärke der technischen Berufe – und ihre zentrale Rolle für eine nachhaltige Entwicklung unserer gebauten und nicht gebauten Umwelt.

Der Ball der Technik bedankt sich für die Unterstützung des Balls der Technik 2026!